KUNSTWerkstatt

Einmal in der Woche ist "Kunsttag" mit der Vertretungslehrerin und Diplom-Designerin Petra Vogt. Dann dürfen verschiedene Betätigungsfelder von den Jugendlichen in der Werkstatt erobert werden. Die Vielfalt dort regt den Austausch der verschiedenen Künste an und das Interesse, auch mal etwas anderes auszuprobieren wird geweckt. Da gibt es die Möglichkeit plastisch mit Ton oder Pappmachee zu arbeiten, mit Acrylfarben zu malen, zu drucken, zu zeichnen und sich im Kunsthandwerk z.B. bei der Vorbereitung des Weihnachtsbasars zu üben.

 

„Wir haben tolle Uhren mit Decopatch gestaltet und Vasen mit Glasfarben verschönert.“ Frau Vogt begleitet die Entstehungsprozesse der Kunstwerke und unterstützt ihre Schützlinge auch, wenn ein Objekt mal „misslingt“. Das passiert den Profis auch und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung. Dabei entstehen oft die schönsten Objekte und die Schüler lernen durchzuhalten.

Ziel der Kunstwerkstatt ist es, die schöpferischen Kräfte der Kunst und des Handwerkens bei den Einzelnen zu wecken und pädagogisch zu begleiten. Es ist ein Ort, an dem künstlerisches Arbeiten Spaß macht und Wert hat. Durch das Erlernen grundlegender Techniken und Fertigkeiten haben die Schüler die Möglichkeit, ihren individuellen künstlerischen Ausdruck zu finden. Wichtig sind dabei auch die künstlerischen Grundlagen. Diese werden durch Übung, Beobachtung und Wiederholung vertieft. Es wird in kleinen Gruppen gearbeitet, so dass eine individuelle Betreuung gewährleistet ist und das konzentrierte Eintauchen in den Schaffensprozess möglich wird. Dabei steigern die erlernten Fähigkeiten und das entstandene Werk das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen. Oft lassen sich in den nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten der Bilder und Formen „verborgene Botschaften“entdecken, die zu sensiblen Gesprächen und Erkenntnisprozessen führen.

 

„Es macht viel Freude zu sehen, wie die jungen Künstler sich in ihre Arbeit vertiefen können und was für tolle Ergebnisse sie erzielen" (Petra Vogt).

 

Unter organisatorischer Leitung von Dipl.-Designerin (FH) Petra Vogt hat unsere Schule den 1. Preis eines Kunstwettbewerbs gewonnen, hier veröffentlichen wir sehr gerne den entsprechenden Pressetext des Kreises Düren als Wettbewerbsveranstalter. Hier gelangen Sie zu einer sehr detaillierten Beschreibung der Erstellung unseres Kunstwerkes.

Rizzi steckt an: "Es herrschte eine tolle Stimmung in der ganzen Schule" Kreis Düren

Wie schade, dass James Rizzi das nicht mehr erleben durfte: Hunderte Kin­der und Jugendliche drängten sich am Dienstagabend im Kreishaus Düren und fieberten der Preisverleihung entgegen. Über 100 Bilder und Skulpturen im typisch bunten Rizzi-Stil hatten sie geschaffen. Klassenweise Menschen, Häuser, Autos, Tiere und Sonnen gemalt und sie teils sogar ausgeschnitten und zu dreidimensionalen Bildern verarbeitet. Und so hofften alle aufs i-Tüpfelchen, einen möglichst saftigen Zuschuss in die Klassenkasse. "Ihr seid alle Gewinner, denn die Arbeit an euren Kunstwerken hat euch viel Freude gemacht, das sieht man ihnen deutlich an. Deshalb bekommen alle Klassen und Kurse 50 Euro", rief Landrat Wolfgang Spelthahn den Schülern der 59 Schulen aus den Kreisen Düren und Euskirchen sowie der Städteregion Aachen zu, die sich am Wettbewerb des Kreises Dü­ren beteiligt hatten. Dank der Unterstützung des Krankenhauses Düren und der Stadtwerke Düren konnte die Jury herausragende Werke gesondert prämieren. 

 

So wechselten sich atemlose Stille und Freudenschreie ab, als Landrat Wolfgang Spelthahn nach und nach die Sieger der einzel­nen Kategorien verkündete. Bei den Grundschulen machte die Klasse 4 a der GGS Aldenhoven das Rennen und jubel­te über 500 Euro Prämie für Platz 1. Es folgten die 4 c der KGS Birkesdorf (300 Euro) und die 3 a der Grundschule Kall-Sistig (100 Euro). Bei den weiterführenden Schulen lautete die Reihenfolge: 9 a der GHS Inden, gefolgt von der 6 e der Gesamtschule Nieder-zier/Merzenich und der 6 a der David Hansemann-Realschule aus Aachen. 

 

Im Wettbe­werb der Förderschulen triumphierte die Martin Luther King-Schule aus Aachen. Die Stephanusschule aus Selgersdorf und die Unterstufenklasse b der Matthias Hagen-Schule aus Euskirchen folgten auf den Plätzen 2 und 3. Bei den Berufskollegs gab es nur einen zweiten Preis; die 300 Euro gehen nach Jülich. Mit Sonderpreisen von je 100 Euro wurden weitere tolle Werke prämiert. Die 1 b und OGS der KGS Niederzier/Huchem-Stammeln ebenso wie die Gesamtschule Nieder-zier/Merzenich. Preise für Einzelleistungen erhielten Elena Leisten (Nideggen), Jana Sirola (Abenden) sowie Janina Lauscher und Katharina Uhlmann. Geboren worden war die Idee zum Malwettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Kranken­haus Düren. Krankenschwester Susanne Helten-Hensch hatte angeregt, die weißen Wän­de ihrer Intensivstation farbenfroh gestalten zu lassen. Das werden die Sieger demnächst in die Tat umsetzen.James Rizzi wird zurecht als Meister der populären Kunst bezeichnet, die die Massen er­reicht. Dafür sprechen die 14.000 Besucher, die seine über 300 Werke in Heimbach sahen ebenso wie die Resonanz beim Malwettbewerb. Petra Vogt, Kunstlehrerin der Martin Lu­ther Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung in Aachen, erlebte Schüler, die als Rizzi-Jünger wie verwandelt waren. 

 

Jeder der 55 Schüler konnte zum Thema "Wenn Häuser Gefühle hätten" seinen eigenen Beitrag ins Gemeinschaftsbild einbringen. "Das war ein Selbstläufer. Selbst Schüler, die extrem hohen Förderbedarf haben und sonst kaum motivierbar sind, waren mit Eifer bei der Sache. Es herrschte eine tolle Stimmung in der ganzen Schule", berichtete sie. Die Schüler waren so stolz auf ihr Gemeinschaftswerk, dass sie es selbst im Kreishaus abgeben haben. Wegen einer Klassenfahrt konnten die zehn-bis 17-Jährigen aber leider nicht an der Preisverleihung teilnehmen. "Manche waren sogar in Sorge, dass wir unser Bild nicht mehr zurückbekommen." Bis zum 3. Juli ist die Ausstellung der Schülerwerke im Kreishaus Düren während der übli­chen Öffnungszeiten zu sehen. Auf Anregung von Landrat Wolfgang Spelthahn wird es sogar einen Katalog geben. Er dokumentiert nicht nur alle Werke, sondern überdies, dass James Rizzis Kunst und Lebensfreude auch nach seinem Tode weiterwirken.

(Quelle: Pressestelle Kreis Düren, 3.07.2012)