Leistungsbeurteilung

Als Förderschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt emotionalen und

soziale Entwicklung, deren Schülerschaft durch Attribuierungen wie

  • „unbeschulbar“,
  • „gestört“,
  • „nicht pädagogisch erreichbar“,
  • „sehr auffällig“,
  • „unbelehrbar“,
  • „leistungsunwillig“
  • uvm.

aus der allgemeinen Schule separiert wurden, erscheint das Formulieren eines Konzeptes zur Leistungsbeurteilung als überaus schwierige Aufgabe, denn an welchen Maßstäben sollen die Leistungen von Schülerinnen und Schülern gemessen werden, wenn diese doch im allgemeinen Schulsystem bewiesen haben, dass sie bewertbare „Leistungen“ im eigentliche Schulsinne nicht erbringen (konnten?/wollten?). 

 

Wichtig erscheint uns neben der Einhaltung von normativen Zielen (ZAP 10) die sonderpädagogische Orientierung an indviduellen Lernzuwächsen- unabhängig von objektivierbaren Leistungszielen. 

 

 

Zur Verdeutlichung der Anforderungen im Bereich der allgemeinen Schule, anhand des schulinternen Curriculums und den aktuellen Kernlehrplänen NRWs der wichtigen Unterrichtsfächer Deutsch, Mathematik und Englisch (ZAP10-Relevanz als Kriterium), die wichtiges Mindestanforderungen anhand eine praktikablen Skale grob bewertbar dargestellt. Anhand dieser Einschätzungen bekommen ab dem Schuljahr 2012/2013 alle Schülerinnen und Schüler vor der Zeugnisausgabe halbjährlich im Zuge eines Feedbackgesprächs die Beurteilung durch die Klassenleitungsteams erläutert. Durch dieses Vorgehen soll allen Schülerinnen und Schülern transparent verdeutlich werden, wo sie hinsichtlich der geforderten Bildungsinhalte an Hauptschulen stehen (denn die Lehrpläne der Hauptschule sind für unsere Schule verpflichtend). Zudem wird so auch allen Lehrkräften noch bewusster, wo anknüpfungsfähige Kompetenzen intensiveren Raum im Unterricht bekommen sollten. Zeitgleich wurden bereits in den Fächern Mathematik und Englisch auf Anregung der Fachkonferenzvertreter die Standardlehrwerke auf die an Aachener Hauptschulen genutzten Lehrwerke umgestellt (Mathematik = Pluspunkt, Englisch = New Highlight), im Fach Deutsch wird diese Umstellung ab dem kommenden Schuljahr 2012/2013 beginnen (Doppel-Klick). Hiermit möchten wir gewährleisten, dass die Schülerschaft der MLKS im Falle von Rückschulungen möglichst wenige inhaltliche Differenzen überwinden müssen. Seit dem Schuljahr 2009/2010 werden im Zuge von Großteamkonferenzen zudem in unregelmäßigen Abständen gemeinsam Klassenarbeiten zu den jeweiligen Standardlehrwerken erstellt, welche sich inhaltlich an den Kernlehrplänen und methodisch auch an die PISA-Kompetenzen anlehnen. Zukünftig werden wir auch die im SJ 2015/2016 erstellten schulinternen Curricula (SIC) veröffentlicht: Diese bilden unsere inhaltliche Grundlagen.